Zu guter Letzt
Bellmont kämpft sich von Cham an die Darts-Spitze
Was ist Ihr erster Gedanke, wenn Sie an Jennifer Aniston denken? Ich sehe sie sofort als Rachel Greene aus «Friends» vor meinem inneren Auge. Ähnlich geht es mir mit dem Schweizer Schauspieler Roeland Wiesnekker (2. Bild rechts). Für mich ist Wiesnekker seit immer der schrullige Polizist Herbert Strähl aus dem Film «Strähl» aus dem Jahr 2004.
Ähnlich ging es mir mit Sarah Spale (2. Bild links). Lange war sie für mich einfach die Kommissarin Rosa Wilder aus der SRF-Serie «Wilder». Bis ich Spale in der Rolle der drogensüchtigen Mutter in «Platzspitzbaby » gesehen habe. Spale hat so brilliert, dass ich Rosa Wilder vergessen konnte.
Vergangenen Sonntag nun habe ich nach fast 20 Jahren auch Wiesnekker als «Strähl» «überwunden ». Das, nachdem ich den Film «Die Nachbarn von oben» im Kino gesehen habe. Die Handlung ist simpel: Ein Abend mit den neuen Nachbarn stellt die festgefahrene Beziehung des Paares Anna (Ursina Lardi, 2. Bild, 2. v. r.) und Tom (Roeland Wiesnekker) auf die Probe. Ihnen gegenüber sitzen Lisa (Sarah Spale) und Salvi (Max Simonischek, 2. Bild 2. v. l.), die mit viel Passion die freie Sexualität zelebrieren und Anna und Tom zum Gruppensex einladen wollen. Der Film kommt mit nur einer Kulisse, der Wohnung von Anna und Tom, und den vier Hauptdarstellern aus.
Man könnte meinen, das wird langweilig. Ist und wird es aber nicht. Im Gegenteil. Wiesnekker überzeugt auf ganzer Linie als frustrierter und resignierter Mann. Und Spale als Psychologin, die Sex zu dritt, zu viert und maximal bis zu zehnt geniesst? Grossartig! Auch Simonischek ist die Rolle auf den zugegeben sehr sexy Leib geschnitten. Während 88 Minuten war ich unsichtbarer und sehr amüsierter Gast bei diesem sehr schrägen Pärli-Date. Und wer weiss, vielleicht schaffe ich es irgendwann auch, Jennifer Aniston von Rachel Greene zu trennen? Wobei nein. Mission Impossible. Sorry, Jennifer.
Text: Maja Zivadinovic
Bilder: MZ / Ascot Elite
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