Stadt Zug
Historische Kirche wird umfassend restauriert
Auch die Zahl der Einbruchdiebstähle ist im Kanton Zug im vergangenen Jahr
gestiegen.
Im Kanton Zug ist die Zahl der Straftaten im vergangenen Jahr gestiegen, während gleichzeitig weniger Verkehrsunfälle registriert wurden. Besonders zugenommen haben Delikte gegen die körperliche Unversehrtheit, Vermögensdelikte sowie Fälle häuslicher Gewalt. Trotz dieser Entwicklung beurteilt die Zuger Polizei die Sicherheitslage weiterhin als stabil.
Die Zuger Polizei hat im vergangenen Jahr insgesamt 7533 Straftaten registriert. Im Jahr davor waren es noch 6578 Delikte. Damit ist die Gesamtzahl der Straftaten um rund 14 Prozent gestiegen. Besonders deutlich zugenommen haben Straftaten gegen die Freiheit (+45 Prozent), gegen Leib und Leben (+29 Prozent) sowie Vermögensdelikte (+10 Prozent). Bei den Delikten gegen Leib und Leben zeigt sich der Anstieg vor allem bei: Tätlichkeiten (+50 Prozent), Körperverletzungen (+35 Prozent) und Raufhandel und Angriffen (+67 Prozent). Im Berichtsjahr registrierte die Zuger Polizei zudem fünf Tötungsdelikte. Auch im Bereich der häuslichen Gewalt wurde ein deutlicher Anstieg festgestellt. Die Zahl der registrierten Fälle nahm um 56 Prozent zu.
Die Zahl der von Jugendlichen begangenen Straftaten ist insgesamt leicht zurückgegangen. Während im Vorjahr 409 Jugenddelikte registriert wurden, waren es im vergangenen Jahr 383 Fälle, was einem Rückgang von rund 6 Prozent entspricht. Trotzdem zeigt sich in einem Bereich eine besorgniserregende Entwicklung: Gewaltdelikte unter Jugendlichen nehmen zu. Im Bereich der Straftaten gegen Leib und Leben stieg die Zahl der Fälle von 32 auf 53, was einer Zunahme von 66 Prozent entspricht. Nach Einschätzung der Polizei liegt ein möglicher Grund darin, dass Konflikte unter Jugendlichen häufiger und schneller eskalieren und eher mit Gewalt ausgetragen werden.
Auch die Zahl der Einbruchdiebstähle ist im Kanton Zug im vergangenen Jahr gestiegen. Insgesamt wurden 397 Einbrüche registriert. Im Jahr davor waren es 297 Fälle. Das entspricht einer Zunahme von 34 Prozent. Ebenfalls gestiegen ist die Zahl der Betäubungsmitteldelikte. Insgesamt wurden 307 Straftaten registriert. Das sind 72 Fälle mehr als im Jahr zuvor, was einem Anstieg von 31 Prozent entspricht. Die Polizei führt diese Entwicklung unter anderem auf verstärkte Kontrollen sowie auf gezielte Ermittlungen im Drogenbereich zurück. Im Bereich der Cyberkriminalität zeigt sich dagegen ein positiver Trend. Die Zahl der registrierten Fälle ist um 13 Prozent auf 763 Delikte zurückgegangen. Als mögliche Gründe nennt die Polizei unter anderem verstärkte Präventionskampagnen sowie Sensibilisierungsmassnahmen von Polizei und Behörden. Im Jahr 2025 wurden im Kanton Zug 43 Straftaten pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner registriert. Dieser Wert liegt deutlich unter dem schweizerischen Durchschnitt von 61,3 Straftaten pro 1000 Einwohner. Besonders positiv fällt die hohe Aufklärungsquote aus. Bei Delikten gegen Leib und Leben konnten 95 Prozent der Fälle aufgeklärt werden. Bei Straftaten gegen die sexuelle Integrität liegt die Aufklärungsquote bei 90 Prozent. In beiden Bereichen liegt die Zuger Polizei damit über dem schweizerischen Durchschnitt. Auch bei komplexen Wirtschafts- und Betrugsdelikten konnten im vergangenen Jahr mehrere Ermittlungserfolge erzielt werden. In verschiedenen Fällen gelang es den Ermittlern, die verantwortlichen Täterinnen und Täter zu identifizieren
Auf den Zuger Strassen ereigneten sich im vergangenen Jahr 590 Verkehrsunfälle. Das sind 57 weniger als im Jahr zuvor, was einem Rückgang von 9 Prozent entspricht. Erfreulicherweise kam keine Person bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Bei 36 Verkehrsunfällen standen die Lenkerinnen oder Lenker unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. Leicht angestiegen ist dagegen die Zahl der Fahrradunfälle. Diese nahm von 132 auf 148 Fälle zu. Im vergangenen Jahr setzte die Zuger Polizei im Strassenverkehr einen besonderen Schwerpunkt auf das Thema Ablenkung sowie auf die allgemeine Verkehrssicherheit. Gemeinsam mit anderen Polizeikorps aus der Zentralschweiz wurden mehrere Präventionskampagnen und Verkehrskontrollen durchgeführt.
Uwe Guntern
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