Jubiläum
Zug feiert 600 Jahre Wallfahrt nach Einsiedeln
Demografischer Wandel im Blick: Die Zahl der über 65-Jährigen übertrifft erstmals die der unter 20-Jährigen – auch im Kanton Zug zeigt sich dieser Trend.
Die Wohnbevölkerung im Kanton Zug ist im Jahr 2025 leicht gewachsen. Wie die provisorischen Daten des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigen, ist die Zahl der über 65-Jährigen erstmals höher als die der unter 20-Jährigen. Diese Entwicklung entspricht dem schweizerischen Trend.
Der demografische Wandel beschreibt die tiefgreifende Veränderung der Bevölkerungsstruktur, die vor allem durch eine steigende Lebenserwartung, niedrigere Geburtenraten und Migration geprägt ist. In der Schweiz aber auch im Kanton Zug, führt dies zu einer alternden Bevölkerung und zunehmendem Fachkräftemangel, obwohl die Gesamtbevölkerung regional unterschiedlich wächst. Diese Entwicklung wirkt sich auf viele Bereiche aus: Sozialsysteme wie Renten- und Gesundheitssysteme werden stärker belastet, wirtschaftliche Engpässe bei Fachkräften entstehen, und gesellschaftliche Werte und Bedürfnisse verändern sich. Politische Massnahmen zielen darauf ab, diesen Herausforderungen zu begegnen: Dazu zählen der Ausbau von Kinderbetreuung, gezielte Fachkräfteeinwanderung und Anpassungen beim Renteneintrittsalter. Zuwanderung sorgt dabei in der Schweiz weiterhin für Wachstum, gleichzeitig bleibt der Alterungsprozess der Bevölkerung spürbar. Dieser Trend zeigt sich im Detail besonders in den aktuellen Bevölkerungszahlen des Kantons Zug.
Im Jahr 2025 lebten in Zug nach provisorischen Angaben des Bundesamts für Statistik (BFS) 134'977 Menschen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Wachstum von 1238 Personen beziehungsweise 0,9 Prozent. Die Zunahme setzt sich aus einem leichten Geburtenüberschuss von 273 Personen und einem positiven Wanderungssaldo von 1120 Personen zusammen. Die demografische Alterung zeigt sich deutlich: 897 Todesfälle standen 1170 Lebendgeburten gegenüber, was den Geburtenüberschuss moderat hält. Zug verzeichnete 6543 Zuzüge und 5423 Wegzüge, vor allem aus internationaler Migration. Diese Zahlen spiegeln die langfristige Entwicklung wider: Die Bevölkerung wird zunehmend älter.
Der Trend zur Alterung lässt sich auch auf nationaler Ebene beobachten: Im Jahr 2025 überstieg erstmals die Zahl der Personen ab 65 Jahren die der unter 20-Jährigen. Auch in Zug ist diese Entwicklung spürbar. Während die Zahl junger Menschen stabil bleibt, wächst die Gruppe der Seniorinnen und Senioren kontinuierlich. Die steigende Lebenserwartung und der moderate Rückgang der Geburtenzahlen prägen die Altersstruktur. Zug profitiert zudem von Zuwanderung, die den Rückgang der jüngeren Bevölkerung teilweise ausgleicht. Fachleute betonen, dass diese demografische Entwicklung langfristige Anpassungen in Bereichen wie Altersvorsorge, Gesundheitsversorgung und kommunaler Infrastruktur erfordert. Mit einem Bevölkerungswachstum von 0,9 Prozent liegt Zug im Schweizer Mittelfeld. Im Vergleich zu anderen Kantonen wächst die Bevölkerung zwar nicht so stark wie in Schaffhausen (+1,6 Prozent) oder Basel-Stadt (+1,4 Prozent), aber stärker als im Tessin (+0,2 Prozent). Die Zahlen unterstreichen, dass Zug trotz moderatem Wachstum von der allgemeinen Alterung betroffen ist und sich auf die zukünftigen Bedürfnisse einer älteren Bevölkerung einstellen muss.
Michael Schwegler
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